SV Leutesheim 1921 e.V.

Schliffdi begeistert 600 Gäste im Sportfestzelt

Sportverein Leutesheim gewährt Einblick in sein buntes Leben

 

Kehl-Leutesheim (pr). Ein dreistündiges, fernsehreifes Unterhaltungsprogramm servierte der Sportverein Leutesheim (SVL) am Montag zum Abschluss des Sportfestes rund 600 Gästen im vollbesetzten SVL-Wohnzimmer. Der Verein hielt einen amüsanten Rückblick auf 105 bewegte Jahre, live und mit Filmausschnitten und gewährte dabei Einblick in das facettenreiche Vereinsleben.

 

Regisseur Dieter Schmidt hatte das bunte SVL-Leben sehr detailverliebt und mit Hilfe seiner Assistenten Manfred Hummel, Theo Clemens und Marc Hummel sowie auch mit künstlicher Intelligenz wunderbar in Szene gesetzt. Zur Story: Das Geburtstagskind SeVeLe, gespielt von Ex-SVL-Boss Jürgen Hummel, freute sich zusammen mit seiner ebenfalls noch vitalen Musikverein-Gattin (Melanie Preiss) über zahlreiche Gratulanten und versorgte sie aus dem zum Rollator umgebauten Kalkwagen mit Alkohol und Schnapspralinen.

 

Mit dabei waren die drei SVL-Enkel, Tobias „Spinnes“ Zimmer, Vorstand Jens Keck und Markus Lesniak, das aktuelle Vorstandsteam. Sängerbund und Musikverein gratulierten ebenfalls. Und der Schiedsrichter, der an der Haustür klingelte, entpuppte sich als Pfarrer Allgeier (Boris Faulhaber), der in kurzer Sommerhose seine Aufwartung machte.

 

Die Klassenkameraden aus Auenheim, Diersheim, Bodersweier und Legelshurst fuhren mit Benzin-Rollatoren ins Festzelt. Der Nachbar aus Honau kam nach dem Vereinstod vor drei Jahren als Skelett ins Zelt. Auenheims Vertreter Christian Halbelt kam mit Übernahmeabsichten. Im Gegenzug erhielt der Nachbarverein vom SVL einen Einlauf bei der von Lena Hauß und Christine Lesniak höchst amüsant in Szene gesetzten Parodie auf den Auenheimer Fanartikel-Shop.

 

Die Vereinsjugend gewährte mit gut einstudierten Auftritten Einblicke in ihr buntes Programm: Die Trainingseinheiten und Tanzauftritte, auch die der SVL-Fans, begeisterten und am Schluss schenkten Fußball-Kinder einen Kinder bringenden Storch in den Vereinsfarben Schwarz und Weiß.  

 

Mit einer Staatskarosse direkt vor die Bühne gefahren wurde EU-Vertreter Günther Oettinger, detailverliebt dargestellt von Jochen Hummel. Der Leutesheimer Malermeister glänzte ebenso als Jogi Löw,  bei seiner Laudatio kontrollierte er immer wieder eigene Körperausdunstungen.

 

Leutesheims bekanntester Migrant Isa Gasi verlieh den europäischen Integrationspreis. Er avancierte später zum Verkehrspolizisten. Nicht alles war schön im langen Vereinsleben: Mit 100 wäre der SVL fast in der untersten Spielklasse an Corona gestorben. Die Honauer Zombi-Tanzgruppe erinnerte an die schmerzvolle 3:10 Niederlage gegen Honau. Und das alles nach glanzvollen Zeiten, die 1978 mit dem Aufstieg in die Landesliga gipfelten, woran die Traditionself um Hermann Heidt erinnerte.

 

Postum geehrt wurde die „Schrinners-Anita“: 20 Jahre lang hatte sie jede Woche 20 verschwitzte Trikots aus einem Stinke-Koffer gewaschen. Und sehr rührend wurde an den ebenfalls verstorbenen Platzwart Albert Durban erinnert. Eine schweißtreibende Angelegenheit war der Auftritt der Ü 60 Männergymnastikgruppe, ein querer Haufen im Village People-Outlook, so die Ansage.

 

Die Katastrophensänger mit dem Gesangtrio Corinna Kübler, Leon Preiss und Marko Ziegler erinnerten an die Rocknächte. Zu sehen war Frauenfußball von 1951. Dieter Schmidt hatte die alten Bilder KI generiert zum Leben erweckt. Die Mutter aller Gymnastikgruppen, die „Biffdeckweiber“ und die „Hupfdolen“, in Schwarz-Weiß gekleidet, zeigten gelungene Tänze.

 

Eingespielt wurde eine staubige Hartplatzszene: Frank Schulz und duellierte sich mit Torwart Tobias Duffner und dabei spielte er mit der Mundharmonika das Lied vom Tor. Überaus positiv war die Entwicklung in der Sporthausküche. Michael Bamberg hatte ihr einst Leben eingehaucht. Nun wird sie von Daniela Schmidt, Melanie Preiss und Petra Hummel auf wunderbare Weise zum Wohl des SVL genutzt.

 

Aus der Fußballerfamilie Schulz kamen herrliche Gesangseinlagen. Zunächst von Noemi mit „SVL – du bist der Beste“. Beim Finale intonierte Vater Frank all das, was dieser Verein immer wieder vermag auf die Beine zu stellen: SVL – so viel Leben.


Sportfest SV Leutesheim

SV Leutesheim – SV Oberkirch 2:2

 

Vor stattlicher Sportfestkulisse trotzte A-Ligist SV Leutesheim am Sonntag Landesligist SV Oberkirch ein 2:2 ab. Gästeneuzugang Lo Cheikh Thiéfaye (kam vom ASL Robertsau) und SVO-Nachwuchstalent David Armand Ikoko Isomibali brachten Oberkirch im ersten Durchgang mit 2:0 in Führung. Auf der Gegenseite versiebte Leutesheims Neuzugang Mirko Körner per Kopfball nach Flanke von Marco Zier und Henrik Preiß scheiterte an SVO-Keeper Alexander Kimmig. Durch einen Treffer von Joel Schäfer (60.), der nach einem Pfostenschuss abstaubte, und ein Eigentor von Oberkirchs Jörn Müller (63.) konnte Leutesheim noch ausgleichen. Beim SVL stand Linus Zipfel für den gesperrten Tobias Meyer zwischen den Pfosten. „Eine gute Leistung“, lobte SVL-Coach Jürgen Wippich.

 

SV Leutesheim II – SV Diersheim II 1:1

 

Zuvor war das neuformierte Team der Leutesheimer Reserve gegen SV Diersheim II zu sehen. Kasimir Gevers brachte die Gäste nach 20 Minuten mit 1:0 in Führung. In der Folgezeit verhinderte Max Hummel im SVL-Tor gegen Jörg Baas und Gevers einen höheren Rückstand. Nach einer Ecke von Andi Zerr traf der eingewechselte Fabio Schönbroich zehn Minuten vor Spielende mit einem sehenswerten Kopfball zum 1:1-Endstand.


Festakt zur Feier des 105. Geburtstages

„Der SVL ist eine Erfolgsgeschichte“

 

Kehl-Leutesheim (pr). Mit einem dreistündigen Festakt feierte der Sportverein Leutesheim (SVL) am Samstagabend seinen 105. Geburtstag. Es gratulierten der Sängerbund, der Musikverein und Ortsvorsteher Heinz Faulhaber.

 

Litze ist einfach schön. Mit diesem herrlichen, auch noch selbst kreierten Lied überbrachte der Leutesheimer Sängerbund seine Glückwünsche.

„Jung und Alt kommen hier zusammen, jeder hat seinen Platz“, lobte Sänger-Vizechefin Martina Gasi bei der Ansage des überaus gelungenen Stückes zur Melodie von „Country Road“ über das ländliche Leben im nördlichsten Kehler Stadtteil.

 

„Um unser Festzelt zu finden, braucht es aktuell keinen Routenplaner. Der Baustellenverkehr führt unweigerlich direkt zu uns“, freute sich SVL-Boss Tobias Zimmer. Nicht ohne Stolz verwies er darauf, dass sein Verein in den letzten Wochen wieder einmal sehr viel geleistet hat: Eine klasse Fußball-Rückrunde mit Relegation gespielt und ganz nebenbei haben wir auch noch die Vorbereitungen für dieses große  Vier-Tage-Sportfest gestemmt. Von ganz alleine geht so was nicht, sagte Tobias Zimmer. 165 Helfer seien von Freitag bis Montag beim Sommersportfest im Einsatz. Die treuen Vereinsmitglieder sind ein wahrer Schatz für den SVL. Ohne sie wäre die gute Entwicklung in den letzten Jahren undenkbar, lobte der Fußballerchef. Ein Teil davon stand am Samstagabend auf der Zeltfestbühne, als Zimmers Vorstandskollegen Jens Keck und Markus Lesniak Mitglieder für langjährige Treue ehrten. 44 Mal gab es „Silber“, 28 Mal „Gold“ und 16 Weggefährten des Vereins wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

Der SVL ist eine Erfolgsgeschichte in einem immer schwieriger werdenden Umfeld, stellte Heinz Faulhaber fest. Der Dank des Ortsvorstehers ging an alle, die dazu beitragen, „den SVL zu einem wirklich großartigen Verein zu machen: Er pflegt ein freundschaftliches Miteinander und ist eine soziale Komponente in unserem Dorf.“

 

Auch für die Harmonie Leutesheim ist der SVL  „Simply the Best“. Der Musikverein gratulierte mit dem bekannten Stück von Tina Turner und attestierte dem SVL mit „Forever Young“ ewige Jugend. Marco Hummel, der neue Chef der Harmonie, überreichte ein Miniatur-Fußballfeld mit Blick auf den vor Kurzem gestarteten Sportplatzneubau. Zusätzlich überreichte er noch zwei Flaschen Hochprozentiges. „Den Schnaps könnt ihr möglicherweise gut gebrauchen zur Frustbewältigung“, schmunzelte Marco Hummel, denn Bauherr sei ja schließlich nicht der Sportverein, sondern die Stadt Kehl.


105 Jahre Sportverein Leutesheim mit großem Schliffdi

Am Freitag startet das 4 Tage-Sportfest mit einigen Leckerbissen

 

 

Kehl-Leutesheim (pr). Ab Freitag steigt in Leutesheim das traditionelle Sommersportfest. Der Verein feiert vier Tage lang seinen 105. Geburtstag und der Gastgeber rechnet mit großem Besucherandrang bei einem sehr vielfältigen Programm.

 

Freitag

Los geht’s am Freitag bereits ab 9 Uhr mit dem Benefizlauf der Grundschule Leutesheim. Um 17 Uhr startet der Schwarz-Weiß-Cup“. Zahlreiche Hobbymannschaften sind am Start. Das Geschehen auf dem Rasen kann direkt neben dem Festzelt verfolgt werden. Abends gibt es im Festzelt Party mit den DJ „CK Entertain“ und „B-Trix“.

 

Samstag

Das Programm am Samstag sieht ab 13 Uhr folgende Fußballjugendspiele vor:

13.00 Uhr E - Jgd Kleinfeldturnier

14.00 Uhr D - Jgd SG Leutesheim - SV Oberkirch

15.15 Uhr C - Jgd SG Leutesheim - SG Durbachtal

 

Um 16.45 Uhr empfängt die Altherrenmannschaft des Gastgebers den SV Freistett.

 

Am Abend (19.30 Uhr) beginnt das Festbankett zum 105. Geburtstag mit musikalischer Begleitung von Harmonie und Sängerbund Leutesheim.

 

Sonntag

Einen weiteren Leckerbissen gibt es am Sonntagmittag: Um 17 Uhr empfängt A-Liga-Vizemeister SV Leutesheim Landesligist SV Oberkirch. Dabei wird erstmals die neuformierte Leutesheimer Mannschaft im Echtspielbetrieb zu sehen sein.

Los geht das Programm am Sonntag bereits am Morgen, denn um 10.30 Uhr ist das Spielmobil für Kinder am Start, ab 11.00 Uhr finden Spiele der Bambinis und F-Jugend statt. Danach (13 Uhr) empfängt die A-Jugend die SG Kappelrodeck bevor um 15 Uhr SV Leutesheim II auf die Reserve des SV Diersheim trifft.

 

Anschliessend unterhält die BSW-Kapelle mit volkstümlicher Blasmusik. Und ab 20.30 Uhr wird das WM-Finale Spanien - Argentinien auf Großleinwand übertragen.

 

Monta

Das absolute Highlight steigt am Montag ab 17.30 Uhr mit einem „Original Litzemer Schliffdi“. Bei diesem Event präsentieren rund 150 Leutesheimer Akteure im Festzelt eine dreistündige Show aus Tanz, Theater, Livemusik, Parodie und Filmbeiträgen. Das von Dieter Schmidt inszenierte Programm wird schon seit Monaten vorbereitet. „Wie ein Schiff durchkreuzen wir das Leben dieses großartigen Vereins und feiern gemeinsam seinen 105. Geburtstag“, heißt es dazu von Veranstalterseite. Zu den Gratulanten zählen unter anderem die Klassenkameraden aus Auenheim, Bodersweier, Honau, Diersheim und Rheinbischofsheim. Mit an Bord ist auch beliebte und unbeliebte Prominenz, von Jogi Löw bis Karl Lauterbach.

 

Leckeres aus der Festküche

Für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt. Neben den üblichen Festspeisen gibt es am Freitagabend Lomo, am Sonntagmittag Sauerbraten mit Nudeln sowie am Montagmittag Bollensuppe und Cevapcici.

 

 


TGB Lahr – SV Leutesheim 3:0 (1:0)

Relegationsspiel endet unter Polizeischutz mit Aufstieg für TGB Lahr

 

Lahr-Mietersheim (pr). Mit einem hartumkämpften 3:0-Sieg drehte TGB Lahr die 1:3-Niederlage beim SV Leutesheim und steigt nun in die Bezirksliga auf. In der Schlussphase spielten sich tumultartige Szenen ab. Die Partie musste ab der 84. Spielminute eine halbe Stunde lang unterbrochen werden. Das Schiedsrichtergespann um Robert Franke betrat erst wieder das Feld nachdem Polizeikräfte vor Ort waren.

 

Vorangegangen war eine Aktion im Leutesheimer Strafraum: Beim Stand von 2:0 für Lahr attackierte TGB-Angreifer Mehmet Eldiven Gäste-Keeper Tobi Meyer nach einem Rückpass, obwohl der den Ball schon in den Händen hatte. Meyer stand auf, schubste Eldiven mit einer Hand weg. Der ging zu Boden und Verbandsliga-Schiedsrichter Robert Franke (Oberharmersbach) entschied auf Tätlichkeit, zeigte Meyer „Rot“ und gab Freistoß für Lahr wegen unerlaubtem Rückpass. Lars Szkibick zirkelte das Leder aus 6 Metern zum entscheidenden 3:0 in die Leutesheimer Maschen. TGB feierte diesen Treffer direkt vor dem SVL-Fanblock. Einige Gästeanhänger stürmten daraufhin den Platz, worauf das Spiel unterbrochen wurde.

 

Die 40-Grad-Hitzeschlacht kam erst nach 20 Minuten ins Rollen. Und zwar mit vielversprechenden Angriffen von TGB. Lahrs Torjäger Mike Gbajie scheiterte an SVL-Keeper Tobi Meyer (21.) und Enis Akman tankte sich auf der rechten Seite durch, traf aber nur den Außenpfosten (27.). Jakob Hummel konnte einen Torschuss von Mehmet Eldiven abblocken (28.). Auf der Gegenseite setzte sich Leutesheims Sergej Barzewitsch mit einem gekonnten Solo in Szene, TGB-Abwehrchef Seyithan Olcan rettete in höchster Not. Der SVL blieb ansonsten in der Vorwärtsbewegung aber blass. Das nicht unverdiente 1:0 (43.) für Lahr markierte Mike Gbajie nach Vorlage des Rodilson Dias, der sich bei den tropischen Temperaturen ein ums andere Mal schwer zu stoppen durchs komplette SVL-Mittelfeld tankte.

 

Nach der Pause verfehlte Gbajie auf Vorlage von Eldiven (49.). Leutesheim schien das Spiel nach einer Stunde aber besser in den Griff zu bekommen. Lahrs Keeper Mohamed Dormane pflückte den Ball beim Herauslaufen vor Marco Zier aus der Luft (61.). TGB-Coach Christian Saban reagierte und brachte mit Malikq Berisha und Lars Szkibick frische Angreifer aufs Feld. Ein Schachzug, der sich für Lahr lohnte. Berisha traf zum 2:0 (77.) und Szikibick zum 3:0 (81.). 

 

In der Schlussphase warf Leutesheim alles nach vorne. TGB-Keeper Dormane rette bei drei aussichtsreichen Standards von Robin Lesniak. Es blieb aber beim 3:0-Erfolg der TGB, der für SVL-Coach Jürgen Wippich aufgrund einer nach seiner Meinung diskussionswürdigen Schiedsrichterleistung einen faden Beigeschmack hatte. „Wir fühlten uns eigentlich das ganze Spiel über von ihm benachteiligt, so ein Ende hat dieses Spiel nicht verdient“, sagte der Gästetrainer. Für SVL-Spielertrainer Tim Steurer war die Leistung seines Teams zu schwach um in Lahr bestehen zu können: „Das was wir heute umsetzen wollten, haben wir leider nicht auf den Platz gebracht.“

TGB-Coach Christian Saban zeigte Verständnis für den Leutesheimer Ärger: „Ich habe die Szene, die zu „Rot“ führte, nicht als so schwerwiegend gesehen.“ TGB-Boss Batuhan Tug zeigte sich überglücklich und emotional berührt über den Aufstieg. „Wir haben sehr hart dafür gearbeitet, unsere Mannschaft hat sich die Bezirksliga wirklich verdient.“


SVL gewinnt erstes Aufstiegsspiel  gegen TGB Lahr 3:1

Leutesheim schockt TGB mit coolem Auftritt

 

Kehl-Leutesheim (pr). Abschlussstark und damit absolut cool präsentierte sich der SV Leutesheim bei der Hitzepartie gegen Liga Süd-Vertreter TGB Lahr. Nach einer knapp viertelstündiges Abtastphase ohne große Höhepunkte kam Leutesheim vor rund 500 Zuschauern in der 13. Minute erstmals gefährlich vor das TGB-Tor.  SVL-Außenverteidiger Jakob Hummel legte vor und Leutesheims Torjäger Marco Zier lenkte den Ball per Kopf zum 1:0 über Sinan Cakir in den TGB-Kasten. Ein Auftakt nach Maß für die Gastgeber.

 

Aufgrund des urlaubsbedingten Ausfalls von Marvin Walkenbach und Patrick Baumert hatte der SVL seine Abwehr in der Partie gegen den 100-Tore-Sturm zu 50 Prozent umgestellt: Jakob Hummel rückte außen und Kilian Speck, der normalerweise vor der Abwehr zusammen mit Arne Keck abräumt, in die Innenvereidigung nach. Auf SVL-Offensivperle Arber Paqarizi kam aus diesem Grund deutlich mehr Defensivarbeit zu. Überraschend in diesem Spiel war, dass es Leutesheim auch ohne Walkenbach und Baumert gelang, TGB-Torjäger Mike Gbajie (39 Ligatore) nahezu komplett aus dem Spiel zu nehmen. SVL-Youngster Mario Lapp erhielt dafür ein Sonderlob von SVL-Sportchef Steffen Blum. Der stand am Samstag für sein verhindertes Trainerduo Wippich/Steurer an der Leutesheimer Seitenlinie.

 

Lahr wirkte nach dem frühen Gegentor geschockt, fahrig und leistete sich im Aufbauspiel viel Ballverluste. Leutesheim störte früh. Robin Lesniak haute das Leder aus 10 Metern ganz knapp über das TGB-Gehäuse (16.), Paqarizi legte im TGB-Strafraum quer, Marco Zier verpasste seine Vorlage und kurz darauf landete Paqarizis Freistoß auf der Lahrer Querlatte (20.). Die fällige Leutesheim 2:0-Führung gelang in der 42. Minute einem Spieler, der sich seit Wochen beim SVL immer mehr in den Vordergrund spielt: Henrik Preiss. Zier und Paqarizi hatten seinen schnellen Konter über rechts gut vorbereitet und der Schuss von Preiss landete vom Innenpfosten im TGB-Netz, was für ein Tor.

 

Nach der Pause suchte Lahr den Weg ins Spiel. Mike Gbajie scheiterte aus kurzem Winkel an SVL-Keeper Tobi Meyer (47.). Im Gegenzug setzte sich Marco Zier auf der rechten Seite durch und Arber Paqarizi schlug seine Flanke mit einer mutigen Aktion direkt zum 3:0 (48.) ins Lahrer Tor. Es begann nun die stärkste Phase der Gäste: Gbajie zunächst mit einem Abseitstor (64.) und kurz darauf mit einer weiteren dicken Gelegenheit: Der TGB-Torjäger nahm den Ball nach feiner Vorarbeit von Lars Szkibick aus zehn Metern direkt ab, der Schuss ging aber über das SVL-Gehäuse. Leutesheims Abwehrchef Tim Poulet rettete in höchster Not gegen Szkibick (70.) und dessen Fallrückzieher nach Eckball ging über das Tor (73.). Leutesheims Mittelfeld hatte aufgrund nachlassender Kräfte und Gelbstrafen für Lesniak und Arne Keck sichtbar weniger Zugriff. Der verdiente Anschlusstreffer des kurz zuvor eingewechselten Alexander Mutidi 3:1 (88.) kam für die Gäste aber reichlich spät. „Er lässt uns aber für das Rückspiel hoffen“, sagte TGB-Boss Batuhan Tug nach dem Abpfiff. Steffen Blum sprach seinem Leutesheimer Team ein Gesamtlob aus: „Wir haben aktuell einen wunderbaren Lauf.“


SV Leutesheim verabschiedet Alex Moser und Kilian Speck

SVL-Kapitän Alex Moser (Zweiter von links) und Kilian Speck (rechts daneben) wurden im letzten Saisonheimspiel beim SV Leutesheim verabschiedet. Steffen Blum (links), Tobias Zimmer (mit Bild) und Bastian Schäfer (rechts) sprachen Lob und Anerkennung aus.

„Die beiden haben zu unserer positiven Entwicklung seit 2022 maßgeblich beigetragen“, sagte SVL-Boss Tobi Zimmer. Alex Moser muss seine Laufbahn wegen einer schweren Knieverletzung beenden, Kilian Speck wechselt zum SC Durchbachtal.



Die lustigen Frauen von Litze (Mittelbadische Presse)



Kehler Zeitung 1996